Bild: Anne-Katrin Heinen

1. Wie kam es zur Einrichtung des E-Masters Scandinavian and Finnish Studies?

Das Projekt E-Master Skandinavistik und Fennistik, oder wie es ursprünglich hieß: Kooperatives E-Learning in kleinen Fächern: Ein Pilotprojekt der Skandinavistik/Fennistik [an der Universität zu Köln], besteht seit dem Sommersemester 2013 am Institut für Skandinavistik/Fennistik (ISF) der Universität zu Köln. Damals gab es die Masterstudiengänge am ISF erst seit wenigen Semestern, und die Einschreibezahlen waren, wie an vielen anderen Instituten, noch relativ gering: Sie lagen 2012 unterhalb der vorherigen Abschlusszahlen der Magisterstudiengänge. Es schien, als würde sich eine besorgniserregende Auswirkung des Bologna-Prozesses auf uns als kleine Fächer abzeichnen. Wie also ließe sich die Attraktivität der Masterstudiengänge in der Skandinavistik/Nordischen Philologie und Fennistik steigern, um dem entgegenzuwirken?

Mit Blick auf diese Frage basiert das Projekt letztlich auf Ergebnissen aus zwei parallelen Fachevaluationen des ISF im Sommersemester 2012 und den darin von unseren damaligen Masterstudierenden formulierten Defiziten und Wünschen. Die Fachevaluationen wurden parallel durch das Rektorat und das Qualitätsmanagement der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln durchgeführt. Insbesondere wurde deutlich, dass sie sich ein größeres Lehrangebot ausschließlich für Masterstudierende wünschen. Das ISF ist mit zwei Professuren ausgestattet, eine skandinavistische und eine fennistische, beide sind mit der obligatorischen Lehre im Bachelor und Master voll ausgelastet. Wie sollte man also eine zusätzliche Vorlesung oder ein zusätzliches Seminar nur für Masterstudierende ermöglichen? Ein zusätzliches Lehrangebot im Master konnte (und kann) aus den personellen und finanziellen Ressourcen des Instituts allein nicht gestemmt werden. Da es an vielen anderen Seminaren/Instituten/Abteilungen der Skandinavistik und Fennistik ähnliche Situationen gab, wurde als Lösung - und Projektidee - der Aufbau eines skandinavistisch-fennistischen Kooperationsnetzwerks auf bundesdeutscher und internationaler Ebene mit einem digitalen Lehraustausch herausgearbeitet und initiiert.

Was bedeutet kooperatives E-Learning also? Wie funktioniert das Kooperationsprinzip im E-Master Skandinavistik und Fennistik? Ganz vereinfacht ausgedrückt, basiert es auf einer Art Tauschhandel. Ein Kooperationsvertrag regelt die Rechte und Pflichten aller Partner im Kooperationsnetzwerk. Jedes an der Kooperation teilnehmende skandinavistische oder fennistische (bzw. fachverwandte) Institut ist durch diesen Kooperationsvertrag u.a. verpflichtet, mindestens eine digitale Lehrveranstaltung für das Kooperationsnetzwerk zu konzipieren, auf der Studienplattform des Netzwerks bereitzustellen und mindestens einmal für das Netzwerk zu unterrichten. 'Für das Netzwerk unterrichten' bedeutet in diesem Fall, dass die Masterstudierenden aller am Netzwerk beteiligten Institute an dieser Veranstaltung teilnehmen dürfen. Im Gegenzug dürfen die eigenen Studierenden ebenfalls an allen anderen innerhalb des Netzwerks unterrichteten digitalen Lehrveranstaltungen teilnehmen. Das jeweilige Heimatinstitut eines Studierenden ist dabei vertraglich verpflichtet, die erbrachten Leistungen anzuerkennen.

Auch wenn der Name eine solche Deutung ermöglicht, handelt es sich bei dem E-Master Skandinavistik und Fennistik demnach nicht um einen eigenen Studiengang. Vielmehr geht es um einzelne, additionale digitale Lehrveranstaltungen, die die bestehende Präsenzlehre der teilnehmenden Institute ergänzen. Zum Wintersemester 2019/20 werden für das Netzwerk insgesamt 13 digitale Lehrveranstaltungen entwickelt worden sein, von denen einige seit 2013 wiederholt unterrichtet wurden.

Heute kooperieren sieben Seminare bzw. Institute miteinander: fünf bundesdeutsche und zwei aus dem europäischen Ausland. Das ISF koordiniert und betreibt das Netzwerk und ist selbstverständlich ebenfalls Kooperationspartner, des Weiteren gehören dem Kooperationsnetzwerk die folgenden Einrichtungen an: Humboldt-Universität zu Berlin - Nordeuropa-Institut, Goethe-Universität Frankfurt/M - Institut für Skandinavistik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - Skandinavisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster - Institut für Nordische Philologie, Université de Strasbourg - Département d'Études Scandinaves sowie University of Turku - Kotimainen kirjallisuus (Dep. of Finnish Literature).

2. Welchen Mehrwert bringt der E-Master?

Der E-Master Skandinavistik und Fennistik vernetzt auf einzigartige Weise bundesdeutsche wie internationale skandinavistische und fennistische Institute. Er bündelt deren jeweilige Expertise in Forschung und Lehre und stellt diese schließlich den Masterstudierenden aller Kooperationspartner digital in Form von E-Veranstaltungen auf einer Studienplattform zur Verfügung.

Die Masterstudierenden profitieren dadurch insbesondere von einer Flexibilisierung und Individualisierung ihres wissenschaftlichen Aufbaustudiums. Die ergänzenden digitalen Lehrveranstaltungen ermöglichen es den Studierenden, ihr Studium thematisch, räumlich und zeitlich flexibler und selbstorganisierter zu gestalten. Verschiedene methodische und theoretische Herangehensweisen an die 'Gegenstände' der Skandinavistik bzw. Fennistik können durch die Beteiligung der verschiedenen Professuren mit ihrer jeweiligen Spezialisierung erprobt werden.

Im Sinne einer 'Internationalisierung at home' (vgl. Hochschulforum Digitalisierung, 2016, Arbeitspapier Nr. 27: S. 71) erlauben die kooperativ unterrichteten E-Learning-Veranstaltungen ein Studium in heterogenen internationalen Studierendengruppen, regen (virtuelle) internationale und interkulturelle Erfahrungen an und schulen die Fremdsprachenkompetenz der Studierenden auf universitärem Diskussionsniveau. Darüber hinaus werden, z.B. durch die Nutzung von Web Conferencing Tools, berufsrelevante Kompetenzen trainiert.

Für die teilnehmenden Kooperationspartner ergibt sich umgekehrt der Vorteil, ihren Studierenden ein umfangreicheres und abwechslungsreicheres Lehrangebot unter größtmöglicher Schonung der eigenen Ressourcen zu bieten und ihre Forschung einer potenziell nachfolgenden Generation frühzeitig zu präsentieren. Die Sichtbarkeit der beiden Fächer Skandinavistik und Fennistik, nicht zuletzt durch die mediale Aufmerksamkeit, wurde gestärkt.

Digitalität und Internationalität in der Lehre sind aktuell wichtige Themen an deutschen Hochschulen. Das Projekt erprobt mit dem kooperativen Prinzip bereits seit 2013 die Verknüpfung von Digitalität, Internationalität und hochschulübergreifenden bzw. internationalen Kooperationen. Ein strategisches Zusammendenken der beiden Ziele Digitalisierung und Internationalisierung der Hochschullehre fordert der Abschlussbericht des Hochschulforum Digitalisierung: The Digital Turn. Hochschulbildung im digitalen Zeitalter erst 2016. (vgl. Hochschulforum Digitalisierung 2016, Arbeitspapier Nr. 27: S. 81f.) Damit griff das Projekt späteren Forderungen vor und kann auf wertvolle Erfahrungen aus mehreren Jahren praktischer Anwendung digitaler Lehrkooperation zurückschauen. Durch die Einrichtung der projektbezogenen Mitarbeiter*innenstellen können neuere Entwicklungen leichter verfolgt und im Sinne einer Multiplikatorfunktion schneller an Lehrende der Skandinavistik und Fennistik weitergegeben werden, so dass die Lehre der beiden Fächer 'moderne' Impulse zügig aufnehmen kann.

3. Wie wird der E-Master von den Studierenden angenommen?

Da der E-Master kein Studiengang ist, ist es schwierig, von einer Annahme durch die Studierenden im Sinne eindeutiger Einschreibezahlen zu sprechen. Die Teilnahme an den einzelnen Lehrveranstaltungen - je Semester lediglich ein bis zwei - durch die Studierenden hängt von der Thematik und der Form der digitalen Lehrveranstaltung ab. So hat die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass digitale bzw. digital aufbereitete Vorlesungen meist etwas höhere Teilnehmerzahlen aufweisen als Webinare (im E-Master auch: E-Seminar). Dies hat diverse Gründe, aber sicherlich gehört auch dazu, dass Studierende häufig den workload in Webinaren als höher im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen empfinden, auch wenn dieser gleich oder sogar geringer angesetzt wurde. Zudem weisen die angebotenen Kurse im Wintersemester eine höhere Teilnehmerzahl auf als jene im Sommersemester, da die Studierenden aus Frankreich und Finnland aufgrund abweichender Semesterzeiten i.d.R. lediglich im Wintersemester teilnehmen.

Generell kann konstatiert werden, dass - vor dem Hintergrund aktueller Masterzahlen und der Tatsache, dass die Kurse additional zu parallel laufenden 'klassischen' Masterseminaren angeboten werden - beständig eine stabile Anzahl Masterstudierender als heterogen zusammengesetzte Teilnehmergruppe in den digitalen Lehrveranstaltungen zusammenkommt. Dabei probieren immer wieder 'digitale Neulinge' die Kurse aus, aber es nehmen auch Studierende teil, die bereits ein oder mehrere Seminare online absolviert haben. Da mit den digitalen Kursen innerhalb des Netzwerks explizit keine größeren Studierendenzahlen aus den Präsenzveranstaltungen der teilnehmenden Institute abgezogen werden sollen und die kooperativen E-Learning-Veranstaltungen ebenfalls explizit als Ergänzungsangebot zur Flexibilisierung und Individualisierung des eigenen Studiums gedacht sind, ist es ganz im Sinne des Projekts, dass möglichst viele verschiedene Studierende einzelne Veranstaltungen hierfür nutzen. Insgesamt belegten bis zum Sommersemester 2019 gut 200 Studierende die digitalen Lehrveranstaltungen des Kooperationsnetzwerks.

4. Welche Faktoren tragen Ihres Erachtens zum Gelingen der Kooperationen im Rahmen des E-Masters bei?

Absolute Voraussetzung für das Gelingen des Kooperationsprinzips im E-Master ist eine koordinierende Stelle mit entsprechender personeller und finanzieller Ausstattung. Ein solches Netzwerk dauerhaft aufzubauen und zu betreuen, kann nicht von ausgelasteten Professuren oder Mitarbeiter*innen nebenher betrieben werden - und sollte es auch nicht. In der initialen Phase flossen viele Stunden Arbeit in die Grundlagenarbeit: Wie muss der Kooperationsvertrag aussehen, damit die Kooperationen auf stabilem juristischem Fundament stehen und die Studierenden gewährleistet bekommen, dass ihre Leistungen anerkannt werden? Wie erhalten die 'externen' Studierenden Zugriff auf die Kursinhalte, die im Kölner E-Learning-Portal realisiert werden? Wie können wir die Vorbehalte und Fragen der potenziellen Kooperationspartner lösen und so integrieren, dass die Kooperation funktionieren kann? Wie sieht die Gesetzgebung bezüglich der Anrechenbarkeit digitaler Lehre auf das Lehrdeputat aus? Wie steht es um die Anrechnung erbrachter Leistungen an Fremdinstituten? Um nur einige Fragen zu nennen, die zunächst beantwortet werden mussten und die durch die föderale Struktur des Bildungssystems und die damit einhergehende heterogene Gesetzgebung sowie die gewünschte internationale Ausrichtung nicht gerade vereinfacht wurden.

Der E-Master Skandinavistik und Fennistik ist projektbezogen mit zwei halben wissenschaftlichen Mitarbeiter*innenstellen und geringen Sachmitteln ausgestattet. Anne-Katrin Heinen und Anja Blode, die aktuellen Mitarbeiterinnen, informieren sich laufend über neueste Entwicklungen in der digitalen Lehre, übernehmen maßgeblich die Akquise neuer Kooperationspartner sowie die Semesterplanung in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern. Zudem präsentieren sie das Projekt auf verschiedenen (Fach-) Tagungen und in diversen anderen Zusammenhängen und übernehmen die Koordination der zahlreichen ineinandergreifenden Stellen innerhalb und außerhalb der Universität zu Köln zur Bewältigung der administrativen, mediatorischen, fachlichen und technischen Aufgaben des Projekts. Die Betreuung der teilnehmenden Studierenden, in dieser für sie meist ungewohnten Situation, findet ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kursleiter*innen statt, genauso wie die umfassende Beratung der teilweise selbst digital unerfahrenen Kursleiter*innen in den technischen Fragen und zum didaktischen Mediendesign. Nicht zuletzt müssen regelmäßig neue Finanzierungsanträge verfasst werden, da die Finanzierung bisher jeweils für max. zwei Jahre bestand.

Die Veranstaltungsevaluationen des E-Master Skandinavistik und Fennistik zeigen, dass ein digitaler Kurs vor allem dann erfolgreich ist und von den Studierenden gut angenommen wird, wenn das Kursdesign und die Betreuung speziell auf E-Learning abgestimmt sind. Ohne zentrale Stelle, die in der Funktion eines Multiplikators dieses Wissens innerhalb des Kooperationsnetzwerks weiterverbreiten kann, würden die E-Veranstaltungen deutlich an Qualität einbüßen und die Akzeptanz der Studierenden auf lange Sicht sinken.

Ein weiterer hilfreicher Faktor ist sicherlich auch, dass die Skandinavistik und Fennistik zu den kleinen Fächern gehören: Man kennt sich untereinander. Absprachen werden dadurch meist deutlich einfacher und können auf informeller Ebene schnell vorgeklärt werden.

5. Welchen Herausforderungen begegnen Sie innerhalb des Projektes?

Heute sind digitale Lehrinhalte in der deutschen Hochschullehre weit verbreitet. Dennoch sind reine Webinare an herkömmlichen Hochschulen noch nicht selbstverständlich in das Lehrangebot integriert. Studierende und Lehrende haben häufig noch keine umfangreicheren Erfahrungen gesammelt. Lohnt sich der Mehraufwand, eine Onlineveranstaltung zu konzipieren? Wie sieht so ein Onlinekurs aus? Wie wird diskutiert und welche Aufgaben muss ich wohl absolvieren? Dies sind einige der Fragen, die uns gestellt werden. Eine der grundlegendsten Herausforderungen ist es also, Unsicherheiten bei Studierenden und Dozierenden gegenüber digitaler Lehre zu überwinden.

Wie oben bereits angedeutet, wurde in Kursevaluationen immer wieder angemerkt, dass der workload ungewöhnlich hoch gewesen sei. Tatsächlich aber war er äquivalent zur Präsenzlehre oder sogar etwas geringer angesetzt. Hier gilt es, beständig zu untersuchen, warum diese Diskrepanz in Wahrnehmung und Konzeption entsteht, und entsprechend gegenzusteuern. Wichtig ist vor allem, das Kursdesign, die technische und visuelle Umsetzung des didaktischen Leitfadens eines Kurses, an die digitale Lehre anzupassen und nicht einfach starr die Strukturen der Präsenzlehre in die digitale Welt zu überführen.

Für das kooperative Prinzip sind außerdem abweichende Semesterzeiten und unterschiedliche Kreditierungen von Kursen je nach Universität zu beachten. Nicht zuletzt stellen auch die unterschiedlichen Interpretationen der Bologna-Maßnahmen und die für das Projekt relevanten Details leicht voneinander abweichenden Gegebenheiten an Hochschulen in Europa eine Herausforderung dar.

Abweichende Semesterzeiten finden sich schon zwischen den bundesdeutschen Kooperationspartnern. Je nach Universität beginnt die Vorlesungszeit etwas früher oder etwas später, was aber durch flexiblere Kursstarts aufgefangen werden kann. Bei internationalen Partnern sind die Abweichungen gravierender. In Skandinavien, Frankreich und bspw. der Schweiz liegen die Zeiten für das Sommersemester größtenteils in den deutschen Semesterferien im Februar/März. In der Regel nehmen internationale Studierende bisher daher vorzugsweise im Wintersemester teil.

Die Vergabe von Credit Points variiert von Universität zu Universität. Grund hierfür ist u.a., dass für die Berechnung eines Leistungspunkts ein variabler Wert an Arbeitsstunden herangezogen wird. Ein Leistungspunkt umfasst 25-30 Arbeitsstunden. Manche Universitäten orientierten sich bei der Berechnung der zu vergebenen Punkte an dem unteren Wert, andere an dem hohen, wodurch für die gleiche Arbeitszeit praktisch unterschiedliche Punktevergaben zustande kommen.

Die gravierendste Herausforderung ist jedoch, trotz der jeweils kurzen Finanzierungsphasen und meist sehr kurzfristigen Finanzierungszusagen, eine langfristige Planung und einen weiteren effektiven Ausbau des Kooperationsnetzwerks über die zurzeit sieben kooperierenden Institute hinaus zu realisieren. Neue Kooperationspartner zu gewinnen ist wegen der für solch ein Projekt kurzen Finanzierungsphasen schwierig, da diese verständlicherweise befürchten, selbst kaum noch von dem Kooperationsprinzip profitieren zu können, nachdem sie selbst vertragsgemäß einen Kurs dem Netzwerk beigesteuert haben. Insbesondere für die Gewinnung internationaler Partner ist dies problematisch, da die Semesterzeiten ja nur im Winter weitgehend deckungsgleich sind. Dennoch konnte das Netzwerk seit 2013 stetig ausgebaut werden, wenn auch sicherlich langsamer, als es mit optimalerer Planungssicherheit potenziell möglich gewesen wäre. Der Dank dafür gebührt besonders allen bisherigen Kooperationspartnern, die mutig waren, dieses Prinzip der digitalen Lehrkooperation zu erproben, obwohl bei keinem der Beitritte seit 2013 sicher war, wie lange das Projekt mit einer zentralen Koordination weiterbestehen würde.

6. Wie ist es um die internationale Sichtbarkeit des E-Masters bestellt?

Die internationale Sichtbarkeit ist derzeit auf das europäische Ausland beschränkt. Durch die beiden internationalen Partner innerhalb des Netzwerks lernen Masterstudierende aus dem europäischen Ausland bundesdeutsche Wissenschaftler*innen und deren Forschung sowie die Lehre an anderen fachbezogenen Standorten kennen und andersherum.

Das extremste Beispiel dieser Sichtbarkeit innerhalb der europäischen Studierendenschaft ist ein wiederholtes Angebot einer von den Turkuer Kooperationspartnern konzipierten digitalen Lehrveranstaltung. Die finnische Kursleiterin unterrichtete während einer Gastdozentur im Ausland eine Präsenzveranstaltung, für die sie den für das Netzwerk konzipierten digitalen Kurs als digitale Lehreinheit im Sinne eines blended learning Szenarios nutzte. An diesem Kurs wiederum nahmen einige Erasmus-Studierende teil. Sie öffnete die Veranstaltung ebenfalls für das Netzwerk. Durch diese einmalige Verkettung der Gegebenheiten kamen in dieser digitalen Lehrveranstaltung 60 Studierende aus Köln, Berlin, Frankfurt, Turku, Florenz, Helsinki, Kolozsvár/Cluj-Napoca, Prag, Poznań und Straßburg zusammen.

Die Sichtbarkeit der skandinavistischen und fennistischen Forschung im europäischen Ausland in 'größere' Fächer hinein wird auch dadurch unterstützt, dass internationale Wissenschaftler*innen aus diesen in Form von Gastvorträgen in den digitalen Lehrveranstaltungen des Netzwerks oder mit singulären Kooperationen auf Kursebene in die Kooperation eingebunden werden. So unterrichtete bspw. ein an der juristischen Fakultät in Kopenhagen angestellter Wissenschaftler ein Webinar für das Netzwerk, oder eine Kunsthistorikerin aus Uppsala eines in Kooperation mit dem ISF (Institut für Skandinavistik/Fennistik: https://skanfen.phil-fak.uni-koeln.de/).

Von links nach rechts: Anja Blode, Marja Järventausta, Stephan Michael Schröder, Anne-Katrin Heinen; Bild von: Karolin Pohle

Marja Järventausta ist seit 1999 Professorin für Finnougristik (Fennistik) am Institut für Skandinavistik/Fennistik der Universität zu Köln. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Finnisch als Fremdsprache, deutsch-finnische Translationsgeschichte, kontrastive Linguistik Deutsch-Finnisch. Für weitere Informationen: https://skanfen.phil-fak.uni-koeln.de/3041.html

Stephan Schröder ist seit 2005 Professor für Nordische Philologie/Skandinavistik am Institut für Skandinavistik/Fennistik an der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Bellographie in Dänemark, skandinavische Populärkultur in der Neuzeit und Kulturgeschichte von >Nördlichkeit<. Für weitere Informationen: https://skanfen.phil-fak.uni-koeln.de/3040.html

Anja Blode (M.A.) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Kooperatives E-Learning in kleinen Fächern (auch: E-Master Skandinavistik und Fennistik). Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Mittelalterliche Geschichtsschreibung, Material Culture sowie Text und Handschriftentransmission im mittelalterlichen Skandinavien. Für weitere Informationen: https://skanfen.phil-fak.uni-koeln.de/25090.html

Anne-Katrin Heinen (M.A.) ist seit 2013 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Kooperatives E-Learning in kleinen Fächern (auch: E-Master Skandinavistik und Fennistik). Sie ist Mitbetreuerin von digitalen Lehrveranstaltungen und berät die jeweiligen Lehrenden im Rahmen des Projekts. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Visual und Material Culture sowie die soziokulturellen Praktiken im Umfeld von Bildpostkarten in Skandinavien um 1900. Für weitere Informationen: https://skanfen.phil-fak.uni-koeln.de/6054.html

Literatur

- Hochschulforum Digitalisierung (2016). The Digital Turn - Hochschulbildung im digitalen Zeitalter. Arbeitspapier Nr. 27. Berlin: Hochschulforum Digitalisierung.